Thomas Rachel MdB, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundes-ministerium für Bildung und Forschung übergibt Bescheide zur Durchführung von Potenzialanalysen und Berufsfelderkundung

von links nach rechts: Robert Wagner (geschäftsführender Vorstand lernen fördern e.V.) Thomas Rachel (Parlamentarischer Staatssekretär BMBF), Elisabeth Winkelmeier-Becker (MdB), Udo Hermesdorf (Geschäftsführung VESBE e.V.)

 

20.08.2015

Staatssekretär übergibt Bescheide zur Durchführung von Potenzialanalysen und Berufsfelderkundung im NRW-Übergangssystem „Kein Abschluss ohne Anschluss“

Siegburg, 20. August 2015 – Thomas Rachel MdB, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, überreichte heute die Bescheide zur Durchführung von Potenzialanalysen und Berufsfelderkundungen für 420 Schülerinnen und Schüler an die beiden Bildungsträger lernen fördern e.V. und VESBE e.V.

In der Bildungseinrichtung von lernen fördern e.V. nahmen Robert Wagner, geschäfts-führender Vorstand von lernen fördern, und Udo Hermesdorf, Mitglied der Geschäftsführung von VESBE, die Bescheide in Höhe von 35.000 Euro und 70.000 Euro entgegen. Diese Mittel kommen im jetzt begonnenen Schuljahr der Förderung von 140 Schülerinnen und Schülern von Förderschulen und 280 Haupt- und Gesamtschülern zugute.

Was kann ich gut? Was will ich beruflich machen und was brauche ich dafür? Diese Fragen beschäftigen viele Jugendliche im Übergang von der Schule in den Beruf. Unterstützung und Begleitung bieten dabei die Angebote im Rahmen der NRW Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA), die auf eine umfassende und praxisbezogene Berufsorientierung ab der 8. Klasse setzt.

„Jeder hat Talent, jeder kann etwas! Mit dem Berufsorientierungsprogramm der Bundesregierung und dem Landesprogramm „Kein Abschluss ohne Anschluss“ wollen wir jungen Menschen eine Idee davon geben, welche Talente und Stärken in ihnen stecken und wie sie diese später beruflich nutzen könnten. So steigen ihre Chancen, den passenden Beruf zu finden und die Motivation, einen Schulabschluss zu erreichen“, betonte Staatssekretär Rachel. Schülerinnen und Schüler sollen möglichst früh ihre Potenziale erkennen und sich in unterschiedlichen beruflichen Feldern ausprobieren, damit sie berufliche Perspektiven entwickeln und dadurch auch ihr schulisches Engagement erhalten oder sogar steigern.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt das Land dabei mit dem Berufsorientierungsprogramm (BOP), welches Mittel für sogenannte Potenzialanalysen und Berufsfelderkundungen bei Bildungsträgern bereitstellt und so das NRW-Übergangssystem KAoA ergänzt. NRW-weit setzt das BMBF bis zum Ende des Schuljahres 2015/2016 insgesamt 11 Millionen Euro für das BOP ein.

„lernen fördern e.V. und VESBE e.V. freuen sich über die Bereitstellung der Mittel, denn unserer Erfahrung nach ist der Testtag zur Feststellung von persönlichen Stärken und Interessen oft eine Art Initialzündung für den Prozess der Berufsorientierung“, sagte Robert Wagner, Vorstand lernen fördern e.V. „Eine Schülerin meldete uns bei der letzten Potenzialanalyse zurück: Die Teamaufgaben haben mir besonders gut gefallen und ich werde jetzt mehr an den Dingen arbeiten, in denen ich nicht so gut war.“

Die Schüler und Schülerinnen durchlaufen zunächst unterschiedlichste Aufgabenstellungen, bei denen von der Merkfähigkeit bis zu Sozialverhalten und Handgeschick verschiedene Kompetenzmerkmale getestet werden. Auch berufliche Interessen werden abgefragt, Selbst- und Fremdeinschätzung miteinander abgeglichen.

Im nächsten Schritt können sie in drei unterschiedlichen Berufsbereichen vom Verkauf bis zur Metallwerkstatt jeweils einen Tag lang typische Tätigkeiten ausprobieren. Das weckt Interessen oder auch die Erkenntnis, dass ein bestimmter beruflicher Bereich nicht passt. Aber auch das kann einen positiven Effekt haben, damit die spätere Berufswahl nicht zu Enttäuschungen und Misserfolgen führt.

Der Rhein-Sieg-Kreis ermöglicht Potenzialanalysen schon seit Jahren mit Erfolg flächendeckend. Das Regionale Bildungsbüro des Rhein-Sieg-Kreises koordiniert diese und alle weiteren Aktivitäten; es haben sich tragfähige regionale Strukturen und Netzwerke gebildet.

Ansprechpartnerin: Anne Bergheim-Mersch, lernen fördern e.V., Tel. 02241 95819-30

Weitere Informationen:

www.berufsorientierungsprogramm.de             
www.keinabschlussohneanschluss.nrw.de